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Verband der GeoInformations- wirtschaft Berlin/Brandenburg e.V. |
Archiv 2004
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| Innovationsforum "Interregionale Allianzen" - ein großer Erfolg! |
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GEOkomm Innovationsforum Interregionale Allianzen"
„Wertschöpfung in der GeoInformationswirtschaft“ - ein großer Erfolg! |
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03-05-2004
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Mehr als 250 Experten aus der Branche haben am zweitägigen Innovationsforum in der IHK Potsdam teilgenommen. Brandenburgs Wissenschaftsministerin Johanna Wanka eröffnete die Konferenz mit dem Hinweis auf die Vorreiterrolle, die sich Brandenburg auf diesem Gebiet erarbeiten will. Die natürlichen Voraussetzung hierfür sind bereits vorzüglich. Nirgendwo in Deutschland gibt es mehr wissenschaftliche Einrichtungen, die sich mit Geoinformatik befassen, als in der Hauptstadtregion. Der Transfer dieser Potenziale hin zur wirtschaftlichen Nutzung ist jetzt eine vordringliche Aufgabe.

Prof. Dr. Johanna Wanka, Dr.-Ing. Victor Stimming, Stefan Schröter, Dr. Peter A. Hecker
In fünf Vortragsblöcken wurde am Thema „Desastermanagement“ ein Bogen von den regionalen wissenschaftlichen Transferpotenzialen zur überregionalen wirtschaftlichen Anwendung gespannt. Ein wesentliches Ziel der Veranstaltung war die „Grundsteinlegung“ für ein von GEOkomm moderiertes Innovationsnetzwerk.

Prof. Dr. Dr. Rolf Emmermann, Prof. Dr. Jürgen Döllner, Prof. Dr. Hartmut Asche, Prof. Dr. Hartmut Kenneweg, Wilfried Kraus
Die universitären und außeruniversitären Forschungspotenziale im Bereich der GeoInformation der Hauptstadtregion wurden von den Spitzenvertretern dieser Einrichtungen im ersten Block eindrucksvoll dargestellt. Vorhersagen und Risikoabschätzungen für Naturkatastrophen sowie Szenarien für den Aufbau von Frühwarnsystemen und Schutzkonzepten standen dabei im Mittelpunkt. Die Wissenschaft sieht sich hierbei auch selbst in der Verantwortung.

Jens Olaf Seifert, Dr. Leszek Jelonek, Frank Friedrich, Dr. Bruno Merz
In einem weiteren Vortragsblock wurden Erfahrungsberichte verschiedener Regionen (Dresden, Sachsen-Anhalt und Polen) über den Umgang mit Naturkatastrophen aus der jüngsten Vergangenheit vorgetragen. An diesen unterschiedlichen Stellen wurden bei der Anwendung moderner Technologien im Flutmanagement sehr differenzierte Erfahrungen deutlich gemacht. Gleichwohl aber wiesen die Referenten auf ein allen gemeinsames Defizit hin:
angelnde Datenverfügbarkeit, unzureichende Kompatibilität der Daten insbesondere bei der großflächigen Einsatzbetrachtung über politische Grenzen hinweg, sowie auch als Folge der Kosten für diese Daten. Es wurde festgehalten, dass es in diesem Zusammenhang dringend erforderlich ist, leistungsfähige Infrastrukturen aufzubauen, die den diskriminierungsfreien Zugang zu den erforderlichen Daten ermöglichen.

Hr. Gießen, Dipl.-Ing. Frank Iden, Thomas Schweer, Dr. Klaus Wiegel, Marc Hildebrandt
Der dritte Vortragsblock war den innovativen Geschäftsmodellen mit vernetzten Geoinformationen gewidmet. Unternehmen aus der Hauptstadtregion, Dortmund und München präsentierten beeindruckende Lösungen. Im Markt sind diese auch bereits gut erkennbar aufgestellt. Aber allen war wiederum eines gemeinsam: Die Redner klagten über unzureichende Verfügbarkeit von aktuellen und kompatiblen Daten sowie über ungeklärte,nicht nutzungsrechte und intransparente Preisbildungen.

Dipl.-Ing. Andreas Siebert, Dipl.-Ing. Ralf Gawlyta, Prof. Dr. Kurt Häge, Dr. Hartmut J. Streuff
An diesen Vortragsblock schloss sich die Darstellung der Kundenbedürfnisse aus Sicht von Großunternehmen aus den Bereichen Versicherung, Mobilfunk und Energieversorgung an. Es wurde aufgezeigt, dass der Bedarf an aktuellen, überregional verfügbaren und einfach verarbeitbaren Geodaten stetig steigt, jedoch bislang nicht ausreichend befriedigt wird. Die „Versorgungsdefizite“ müssen hier überwunden werden. Dies kann am effektivsten durch die Bereitstellung von leistungsfähigen Infrastrukturen erfolgen. Diese Notwendigkeit wird auch auf Seiten der öffentlichen Hand so gesehen.

Rolf Werninghaus, Jörg Herrmann, Dr. Martin Fornefeld
Abschließend wurde über die Marktpotenziale für satellitenbasierte Dienstleistungen und deren Anwendungsvielfalt mit dem Fokus auf das im Bau befindliche deutsche Radarsatellitenprojekt TerraSAR X berichtet. Die Nutzungsmodelle dieser Technologie für den Katastrophenschutz sind besonders hervorzuheben. Operative Dienste für GMES (Global Monitoring for Environment and Security) Anwendungen stellen dabei eine für Europa relevante Komponente dar.

Joachim Wächter, Eckart Langelüddecke, Carsten Schöning, Rolf Lessing, Jörn Lauterjung
Nach zwei erfolgreichen Tagen in Potsdam kann als Fazit gezogen werden:
1. Die Defizite der Branche liegen in der Verfügbarkeit aktueller und qualitativ hochwertiger Geodaten; der Kompatibilität dieser Daten vor dem Hintergrund des überregionalen Einsatzes zur Lösungsentwicklung und in der transparenten Regelung von Nutzungsrechten dieser Geodaten.
2. Das Interesse an einer Zusammenarbeit in Netzwerken ist vorhanden. Dies muss jetzt mit Leben erfüllt und gepflegt werden.
Zur Abrundung der Konferenz trug der vom Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg, Ulrich Junghanns, gegebene Networking-Empfang an historischer Stelle im ehemaligen Kutschpferdestall der Preußenkönige bei. Dort wurden in entspannter Atmosphäre neue Kontakte geknüpft und bestehende vertieft.
Netzwerke, auch im Technologiebereich, funktionieren nur mit Menschen und die müssen sich in geeigneter Form austauschen, um ihre Ziele abzustimmen.
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