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Verband der GeoInformations- wirtschaft Berlin/Brandenburg e.V. |
GEOkomm/NACHRICHTENARCHIV
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| Katastrophenschutz per Satellit |
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Potsdam soll Zentrum für Desastermanagement werden / Netzwerk für Geoinformationen entsteht |
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30-04-04
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Potsdam (PNN/Kix). Ein Kompetenzzentrum für Desastermanagement soll in Potsdam entstehen. Wie der Vorsitzende des GEOkomm-Verbandes Berlin-Brandenburg, Dr. Peter A. Hecker gestern ankündigte, soll zusammen mit dem Potsdamer GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam zum bundesweiten Knotenpunkt für Schadenserhebung und -vorhersage bei Naturkatastrophen werden. Erdbeben, Überflutungen und Stürme können mittels Satellitendaten, durch Bohr- und Messkampagnen prognostizierbar werden. Die Verträge für das Zentrum sollen heute unterzeichnet werden.
Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) will Brandenburg zum Vorreiter auf dem Markt der Geoinformationen machen. Auf Grundlage eines Kabinettsbeschlusses vom März dieses Jahres würden in Zukunft die Geodaten des Landes für die Wirtschaft zur Verfügung gestellt. Bislang hatte das Land das Monopol darauf, in Zukunft sollen sie der Wirtschaft gegen eine Bearbeitungsgebühr zur Wertschöpfung zur Verfügung stehen. Vorbild für diese Praxis ist laut Hecker die USA. In Brandenburg wird derzeit ein Netzwerk Geoinformation gebildet, mit dem man dem allein in Deutschland auf acht Milliarden Euro geschätzten Markt für Geodaten ein angemessenes Stück abgewinnen will. Um diesem Ziel näher zu kommen trafen sich gestern in Potsdam 200 Experten aus dem In- und Ausland.
Zum Katastrophenschutz über Geodaten sagte Ministerin Wanka, das mit Hilfe der Geoinformationen vor Naturkatastrophen wie der Elbeflut rechtzeitig hätte gewarnt werden können.
Der Bereich Geoinformation - Daten des Erdsystems - umfasst unter anderem aktuell verfügbare Daten für Auto-Bordcomputer, den Denkmalschutz, die Innere Sicherheit, Telekommunikation, Versicherungen, Banken und die Verkehrsleitung. Ministerin Wanka geht von einem Wachstumspotenzial von 20 bis 30 Prozent aus. IHK-Präsident Victor Stimming spricht von einem "weltweit enormen Marktpotenzial". In dem GEOkomm-Verband sind derzeit 30 Mitglieder mit einem Wertschöpfungspotenzial von 200 Millionen Euro vertreten. Insgesamt gibt es laut GEOkomm-Chef Hecker in der Region Berlin-Brandenburg 1500 Unternehmen, die sich mit Geoinformation beschäftigen. "Das wissenschaftliche Potenzial für den Bereich ist hier größer als irgendwo anders in Deutschland", so Hecker. Die Unterstützung des Landes Brandenburg bei der Freigabe der vom Land erhoben Daten sei vorbildlich, während man auf Berliner Seite sich noch verhalten zeige. "Brandenburg ist hier eindeutig der Innovation aufgeschlossener", so Hecker. Die Nutzungsrechte für die über das Internet weitergebenen Daten müssten allerdings noch geklärt werden. Dazu stehe man mit den staatlichen Institutionen in Verhandlung.
Ein hohes Potenzial für die Geoinformationswirtschaft in Brandenburg macht Ministerin Wanka vor allem in der Wissenschaft aus. Neben dem GeoForschungsZentrum hob sie die Universität Potsdam, das Hasso Plattner Institut, die BTU Cottbus und die FH Eberswalde als Forschungsfelder hervor. Die Wissenschaft könne nun mit der Wirtschaft und der Verwaltung einen Wachstumskern für Geodaten bilden.
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