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Verband der GeoInformations- wirtschaft Berlin/Brandenburg e.V. |
GEOkomm/NACHRICHTENARCHIV
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| Firmen in der Region hoffen auf das Satelliten-Navigationssystem Galileo |
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Märkische Allgemeine
GERALD DIETZ
POTSDAM |
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07-11-05
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Spätestens 2011 soll das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo in vollem Umfang in Betrieb gehen. Unternehmen in Berlin und Brandenburg stehen schon in den Startlöchern, um sich am Systemaufbau, vor allem an der späteren Nutzung der Satelliten einen gehörigen Anteil zu sichern. Schließlich geht es um viel Geld. Allein bis 2020 wird mit einem Umsatzvolumen von 75 Milliarden Euro für Anwendungen in Europa gerechnet.
Die Wirtschaft in der Region darf sich durchaus Hoffnungen machen: Berlin-Brandenburg gilt als Kompetenzzentrum in Sachen Geodaten-Management und Leittechnik im Verkehr. Zudem ist am Potsdamer Geoforschungszentrum die Koordinierungsstelle für die Berechnungen der Bahngenauigkeit der späteren Galileo-Satelliten angesiedelt.
Der Geschäftsführer der Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz (BBAA), Wolf Schöde, setzt auf die Vielfalt in der Region: "Zusammen haben wir eine Kraft, da müssen andere früh aufstehen." Der Chef des Interessenverbandes von Unternehmen der Luft- und Raumfahrt in der Region ist auch Sprecher des Galileo-Anwendungszentrums, in dem sich bislang 65 Firmen, 35 Behörden sowie elf Forschungsinstitute und Hochschulen organisiert haben. Das Zentrum will kleinere Firmen vernetzen, weil ihre Chancen, ein Stück vom Auftragskuchen abzubekommen, im Verbund erheblich größer sind.
Die Ideen der Unternehmen, was alles mit dem neuen Satelliten-Navigationssystem gemacht werden könnte, sind vielfältig. Die NTBB Systemtechnik in Zeuthen (Dahme-Spreewald) arbeitet an einem Projekt, mit dem die Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln erhöht werden soll. Das Vorhaben des Entwicklers von Kommunikationssystemen: ein Alarmknopf für Gefahrensituationen - zum Beispiel tätliche Angriffe in der S-Bahn - der via Galileo-Satellit geortet werden kann. "Wir sind mit großen Verkehrsunternehmen im Gespräch", sagt Projektkoordinator Karl-Hermann Abraham.
An der Entwicklung von Chips für Empfänger der Satellitensignale will die Navtec GmbH in Schönefeld (Dahme-Spreewald) mitwirken. "Für das bislang existierende GPS-Navigationssystem kommen die ausschließlich aus dem Ausland", sagt der Geschäftsführer des Hardware-Entwicklers, Anselm Fabig. Bei Galileo wolle man nun von Anfang an mitwirken. Ein anderes Projekt von Navtec ist die Entwicklung einer Testumgebung, in der Satellitensignale simuliert werden, etwa um spätere Empfänger zu prüfen.
Derzeit gibt es zwischen den einzelnen Firmen im Anwendungszentrum noch Berührungsängste. "Viele sind eher eigenbrötlerisch und haben Angst, das andere bei ihnen abschreiben", sagt Peter A. Hecker, Chef des zu den Initiatoren zählenden Verbandes der Geoinformationswirtschaft Berlin-Brandenburg. Einigen sei die Notwendigkeit von Kooperationen nicht bewusst.
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