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Verband der GeoInformations- wirtschaft Berlin/Brandenburg e.V. |
GEOkomm/NACHRICHTENARCHIV
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| Geoinformationsbranche will mit Netzwerk überregional Fuß fassen |
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19-09-05
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dpa
Potsdam (dpa/bb) - Die Branche für Geoinformationen in Brandenburg und Berlin will mit der Bildung eines Netzwerks das bisherige staatliche Monopol überwinden und den Sprung auf überregionale Märkte schaffen. Dadurch könnten die meist sehr kleinen Betriebe Kosten sparen und Lösungen besser zur Marktreife bringen, sagte der Vorsitzende des Verbandes der Geoinformationswirtschaft Berlin/Brandenburg, Peter A. Hecker, am Dienstag in Potsdam.
Wegen ihrer geringen Größe mit durchschnittlich 3,5 Mitarbeitern gelinge es den Betrieben zumeist nicht, an größere Aufträge zu kommen. In der Region gibt es nach Verbandsangaben rund 600 Betriebe mit etwa 2200 Mitarbeitern. Das Netzwerk starte mit zehn Teilnehmern, die in der Lage seien, das wirtschaftliche Risiko der Netzwerk- Gründung zu tragen. «Die Hauptstadtregion ist ein exzellenter Wissenschaftsstandort für die Branche. Den gibt es sonst nicht in Deutschland», stellte Hecker fest.
Geoinformationen beschreiben Prozesse auf, unter und über der Erde. Nach Darstellung des Wirtschaftsministeriums hat die Branche gute Chancen, neue Märkte zu erschließen. Unter anderem bestehe Interesse bei der Versicherungswirtschaft, beim Flächen-Marketing, bei der Verkehrstelematik sowie der Überwachung und dem Management von Versorgungsinfrastruktur. Die Daten seien auch für Investoren von Bedeutung, beispielsweise im Zusammenhang mit der Verkehrserschließung oder Energieversorgung.
Das Land werde öffentliche Geodaten «zu marktfördernden Preisen» auch für Unternehmen zur Verfügung stellen, sagte Innenminister Jörg Schönbohm (CDU). Dabei sei ein einfacher Zugriff vorgesehen. Eine intensivere Zusammenarbeit von Verwaltung und Wirtschaft in dem Bereich Geowirtschaft sei wichtig.
Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) sieht in dem Netzwerk einen weiteren Schritt zur engeren Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft. Speziell Potsdam zeichne sich durch ein starkes Forschungsumfeld im Bereich Geoinformationen aus. Zur Unterstützung des Netzwerks sei eine öffentliche Förderung von maximal 500 000 Euro denkbar. Die Wirtschaft hätte einen Eigenanteil von 30 Prozent aufzubringen. Der Antrag auf Förderung werde derzeit geprüft.
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