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Jedes Bundesland muss ein Wasserbuch für alle Gewässer führen, die dem Wasserhaushaltsgesetz unterliegen. Alle wasserwirtschaftlichen Rechtsverhältnisse werden im Wasserbuch verzeichnet, wie beispielsweise die Erlaubnis für einen Zweckverband, gereinigtes Abwasser aus einer Kläranlage in ein Gewässer einzuleiten.
Die Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz führt bereits seit Februar 2004 ein „Digitales Wasserbuch“, in das die bestehenden 40.000 Karteikarten überführt wurden. Die Fachanwendung „Digitales Wasserbuch“ von ]init[ gestaltet die Arbeitsschritte der wasserbuchführenden Behörden und nachgeordneten Regionalstellen effizient und effektiv. Die zentrale Haltung der Daten in der Stammdatenbank des Landesamtes für Umweltschutz, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht (LUWG) ermöglicht eine browserbasierte, benutzerfreundliche Recherche, Analyse und Verarbeitung der Informationen.
Die Digitalisierung der Karteikarten wurde mit der Webtechnologie WebGenesis® von Fraunhofer-IITB umgesetzt. Dadurch wurde eine Verknüpfung mit einem Geo-Informationssystem und anderen Geobasisdaten erreicht und somit erstmals die Visualisierung der Wasserrechte als Übersichtskarte möglich.
Wir können jetzt eine gemeinsame Darstellung und Bewertung von Informationen zu Wasserrechten sowie zu Geo- und Sachinformationen bieten", stellt Umweltministerin Margit Conrad fest. "Damit wird unsere Verwaltung nicht nur schneller, sondern sie arbeitet auch wesentlich effizienter."
Ausgewählte Daten werden für die Öffentlichkeit im Internet zur Verfügung gestellt.
Das "Digitale Wasserbuch" wurde in enger Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden und dem Landesdatenschutzbeauftragten seit August 2002 vorbereitet und so die Einhaltung EU-rechtlicher Anforderungen sichergestellt.
Weitere Informationen http://www.wasser.rlp.de/
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